Katscher Betonwerk – Metnitzer Kies & Beton – Schotter- und Betonwerk Schwarzl - Katscher Betonwerk 

 

Die Geschichte

 

 

Es war 1970, als Michael Metnitzer und der Radstädter Betonsteinhersteller Josef Harml auf einer Autofahrt durch Kärnten beschlossen, gemeinsam ein Betonsteinwerk auf die Beine zu stellen. Die Wirtschaftslage war gut und die Bürokratie noch nicht so weit entwickelt, sodaß 1971 ein Grundstück in Katsch gekauft wurde und die ersten Steine produziert werden konnten.

Eine alte Bienenhütte diente als Büro, da es zu der Zeit auch noch keinen Containerverleih gab.

 

1975 entstand die Idee, den erzeugten Beton auch gleich in Fahrmischern auf die Baustelle zu transportieren.

Kurzum wurden drei gebrauchte Fahrmischer vom Typ „Hanomag Henschel“ angeschafft und in Betrieb genommen. Einer von den dreien stand ohnehin fast immer in der Werkstatt…

 

Die späteren Siebzigerjahre brachten eine kontinuierliche Steigerung von Umsatz und Gewinn mit sich, sodaß der Transportbeton über eine neue Abfüllstation direkt in den Mischwagen gemischt wurde. Diese Idee wurde bei Schwarzl übrigens in den späten 90ern von Ossi Beletz wieder aufgegriffen, konnte sich aber nicht mehr richtig durchsetzen.

 

1981 wurde endlich die neue Liebherr EDR-72 mit Schablonensteuerung – damals die modernste Anlage Österreichs – in Betrieb genommen. Die brave Damen, heute 28 Jahre alt, tut noch immer getreulich ihren Dienst, obwohl schön langsam gewisse Anzeichen von Altersstarrsinn auftreten.

 

Die weiteren Achtzigerjahre standen ebenfalls für kontinuierliches Wachstum, was darin gipfelte, daß das Katscher Betonwerk im Jahre 1988 über stolze 13 Fahrmischer und eine Betonpumpe verfügte. Diese 13 Fahrzeuge waren allesamt älteren Baujahres und bis auf eine Ausnahme alles Steyr-LKW. Ab 1989 bis 1992 wurden die 13 alten Fahrzeuge durch 8 nagelneue Steyr-Dreiachser ersetzt. Dabei stellte sich heraus, daß die 8 neuen Fahrzeuge mehr Transportleistung schafften, als die 13 alten. Lediglich die Steyr-Werkstätte in Murau mußte einen enormen Umsatzeinbruch hinnehmen, da es bei den neuen Fahrmischern fast nichts mehr zu reparieren gab.

 

 

Ende 1992 gab es Bestrebungen von Seiten der Kies-Union, in Katsch eine Transportbeton-Mischanlage zu errichten. Diese beunruhigende Tatsache veranlaßte Anfang 1993 Michael Metnitzer dazu, sich Dir. Panzner von der Fa. Schwarzl anzuvertrauen.

Dieser machte aber gleich Nägel mit Köpfen und brachte einen Termin mit Dir. Gillich zustande, der – um es kurz zu machen – dazu führte, daß das Unternehmen ganze acht Wochen später „Metnitzer Kies & Beton“ hieß und sich im Eigentum der Fa. Schwarzl befand. Von den acht Fahrmischern kamen dann zwei nach Unterpremstätten, das waren unser „Zweier“ und der „Siebener“.

 

Diese beiden gelb-grünen Fahrzeuge mit der Aufschrift „Metnitzer“ wurden Erzählungen zufolge dann irgendwann auch von Hr. Schwarzl persönlich bemerkt, als sie auf der Autobahn im Raum Unterpremstätten unterwegs waren. Der soll dann zu Hr. Panzner ins Büro marschiert sein und sich furchtbar echauffiert haben, daß „der kleine Metnitzer aus der Obersteiermark“ sich sogar bis in den Süden von Graz vorwagt. Daraufhin hat Dir. Panzner angeblich geantwortet „Karl, reg dich nicht auf, der Metnitzer gehört eh auch schon uns“

 

Michael Metnitzer blieb dann bis zu seiner Pensionierung 1997 Geschäftsführer bei Metnitzer Kies & Beton und war bis zu seinem Tod im Jahr 2002 stets stolz darauf, zu den persönlichen Freunden von Dir. Gillich und Dir. Panzner zu zählen.

 

Seit 1997 wurden wieder alle Fahrzeuge ausgetauscht und so mußten wir uns am 17.12.2007 von den letzten beiden Steyr-LKW trennen und sind jetzt stolze Betreiber einer Mercedes-Actros-Flotte.

 

Seit 2006 gab es immer wieder Gespräche, in denen von Schwarzl – zuerst durch Dir. Panzner und danach durch seinen Nachfolger Reinald Krammer der Verkauf des Transportbetonwerkes angeboten wurde. Nach vielen Gesprächen wurde bei der letzten Verhandlung mit Prok. Geiger und Dir. Gillich endgültig ein Verkauf zustandegebracht.

 

Daher freuen wir uns, zu verkünden, daß seit 1. Juni 2009 das Transportbetonwerk Katsch, die Schottergrube Triebendorf und das Betonsteinwerk Katsch wieder zu einer Firma zusammengeführt wurden: der Katscher Betonwerk Metnitzer & Co KG

 

Im Jahr 2010 haben wir eine Mischanlage entdeckt, die unsere alte Liebherr ED72 ersetzen kann: Eine semimobile Liebherr Doppelwellenmischanlage mit 2,25m³ Mischerinhalt.
Die haben wir dann sofort gekauft und in Triebendorf aufgestellt. Damit fallen ca. 3.000 LKW-Fuhren weg, da das Material nicht mehr nach Katsch transportiert werden muß. Die Anlage haben wir fix verbaut, daher ist sie auch nicht mehr semimobil. Das Mischen im Winter macht nun wieder mehr Spaß, da die ganze Anlage winterfest errichtet worden ist und alle wesentlichen Teile (Zuschlagbunker, Mischerraum, Wiegeraum, Wasser) beheizt werden können.

 

Im Jahr 2011, am 26. April ist etwas Trauriges passiert: Unser langjähriger Mitarbeiter und Freund, Hartl Pürstl ist mit seinem Mischwagen tödlich verunglückt. Er war nach der Winterpause den ersten Tag wieder im Einsatz und hat sich so gefreut, daß es wieder losgeht.
Leider hat er auf dem Weg nach Krakaudorf die Kurve nach der Kulmhammerbrücke zu schnell erwischt. Dabei ist der LKW umgekippt und in die Böschung gerutscht. Dabei hat
es das Führerhaus zusammengedrückt und die Feuerwehr Murau konnte den Hartl nicht mehr rechtzeitig herausschneiden. Das Begräbnis war sehr traurig und wir denken noch oft an unseren Hartl!

 

"2012 und 2013 waren wieder gute Jahre, es gab keine Unfälle, nur ein paar kleinere Blechschäden, damit die Versicherungen beschäftigt sind.
Für2014 hoffen wir wieder auf viele Aufträge!"

 

Glück auf !